Abschlussbericht zum Bürgerdialog der Bundeskanzlerin – Wo ist die Bibliothek?

„Im Frühjahr 2011 initiierte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen sog. Zukunftsdialog. Ziel des Dialogs mit Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern war es, konkrete Handlungsvorschläge für die Politik auf Bundesebene in politisch relevanten Handlungsfeldern zu erhalten. Leitfragen des Dialogs waren: Wie wollen wir leben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Die Bürger/innen haben sich mit rund 11.600 Beiträgen und rund 74.000 Kommentaren am Dialog beteiligt“ (Quelle: Wegweiser Bürgergesellschaft, 31.08.2012)

Ich habe mal geschaut, wo sich die Bibliothek im Zukunftsdialog wiederfinde:
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Partizipation – Facebook – Bibliothek

Eine Liste mit deutschsprachigen Bibliotheken, die einen Facebook-Auftritt haben, findet man im LIS-Wiki. Ich möchte gern wissen, ob Facebook von Bibliotheken „nur“ zur Informationsvermittlung und für Veranstaltungshinweise genutzt wird oder ob sich Dialoge durch Kommentare bzw. andere Beteiligungsformen auf der Plattform ergeben oder gar bewusst gewollt sind. Zum Beispiel wäre es denkbar, dass sich eine Bibliothek via Facebook aktiv schnell Meinungen einholt.
Gibt es dazu bereits Untersuchungen?

Gegen eine interkommunale Bibliothek

Brandenburg; Gegen eine gemeinsame Bibliothek (Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf und Gemeinde Petershagen-Eggersdorf) entschieden sich die Gemeindevertreter, auch wenn die Mehrheit der Bürger beider Gemeinden eine Bibliothek befürworten.
(siehe: Märkische Oderzeitung, 03.07.2012, von Irina Voigt)

Freundeskreise und Stiftungen – Ist die Idee der nationalen „Bürgerstiftung Bibliothek“ vergessen?

Der Beitrag von Ronald Schneider ist gespickt mit Erkenntnissen (siehe: BuB (2012), H. 6, S. 439ff). Diese möchte ich kurz aufgreifen:

Erkenntnis 1: Mehrheit hat keinen Verein, der bürgerschaftliches Engagement fördert bzw. auffangen würde
Eine Welle von Neugründungen von Freundeskreisen gab es in den 90er-Jahren. Dennoch haben heute nur ein Drittel der dbv-Mitgliedsbibliotheken (414 von 1.878 Bibliotheken) einen Freundeskreis oder Förderverein. Wenn der Hauptgrund zur Gründung eines Vereins bis dato „zweifellos eine Reaktion auf die Zuspitzung der finanziellen Probleme vieler Kommunen“ (Schneider, S. 440) war, muss man sich fragen, warum zwei Drittel der dbv-Mitgliedsbibliotheken keinen Verein hat. Finanzielle Probleme haben doch bestimmt mehr Bibliotheken.
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Handbuch zur Partizipation für die öffentliche Verwaltung

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt richtet sich mit ihrer Publikation „Handbuch zur Partizipation“ in erster Linie an die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung. Die zweite Auflage wurde im Februar 2012 veröffentlicht.
Das Handbuch beinhaltet neben Theorie auch Beispiele für Partizipationsprozesse im breiten Raum. Es dient als Leitfaden, so dass Partizipation erfolgreich praktiziert werden kann. Hilfestellung bietet eine Checkliste für Projekte zur Partizipation.

OpenPetitionen für Bibliotheken : Überblick erstes Halbjahr 2012

In meinem Aufsatz „Sich der Diskussion stellen : eine Online-Petition sorgt schnell für Aufsehen“ (BuB 64 (2012), 04, S. 248) habe ich bereits einige Online-Petitionen genannt, die auf der Plattform OpenPetition veröffentlicht wurden. Diese werden hier noch einmal gelistet, kurz erläutert sowie ergänzt. Weiterhin möchte ich einen Überblick über Petitionen geben, die im ersten Halbjahr 2012 auf der genannten Plattform Unterstützer fanden bzw. zurzeit suchen.

Zeitraum: 25.01. – 24.07.2012
Petition: Für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen in Berlin-Pankow
Ort: Berlin
Unterzeichner: 11.663
Notiz: Iris Boss aus Berlin konnte bereits in der Halbzeit ihrer Online-Petition über 10.000 Unterzeichner vorweisen. Die Petition richtet sich gegen die Berliner Sparpolitik im Kulturbereich. Der geplante Kulturabbau trifft u.a. die Stadtbibliothek im Ortsteil Buch sowie die ehrenamtlich betriebene Kurt-Tucholsky-Bibliothek.
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Das Klaassen-Szenarium

Ute Klaassen publizierte 1998 folgendes Szenarium in der bibliothekarischen Fachliteratur:

„Die Städte werden zunehmend vor dem Dilemma stehen, daß sich ein Teil der Bürger zu Bürgern der virtuellen, globalen Stadt entwickeln. Virtuell, auch erlebnisreich, erledigen sie ihre Einkäufe, lernen andere Städte kennen, besuchen virtuelle Museen, Ausstellungen, Konzerte und Opern. Sie erledigen ihre Arbeit zuhause ebenso wie ihre Bankgeschäfte. Sie treffen sich virtuell mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt, tauschen Meinungen und Erfahrungen aus und geben eigene Arbeitsergebnisse im Internet bekannt. Vorstellbar ist, daß Kinder und Jugendliche nicht mehr real zur Schule oder Universität gehen, sondern daß auch das Lernen und Studieren vom eigenen PC aus geregelt wird“
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