Bibliojobs und Partizipation


OpenBibliojobs, ein Produkt aufgrund mangelnder Partizipation… Eine Sammlung von Zitaten zur aktuellen Debatte: Bibliojobs – Mehrwert nur noch für BIB-Mitglieder.

„Sinn und Zweck war es von Anfang an, eine möglichst umfassende Übersicht über aktuelle Stellenausschreibungen für alle Interessierten frei zur Verfügung zu stellen. Den Nutzerkreis jetzt ohne ersichtlichen Grund derart einzuschränken, ist vollkommen willkürlich und von mir überhaupt nicht nachzuvollziehen. […] Ich hatte damals eine ganze Reihe von Interessenten (überwiegend private) für die Weiterführung von Bibliojobs, fand aber, daß dieser Service am Besten bei einer zentralen bibliothekarischen Institution aufgehoben sei – vielleicht war das doch ein Irrtum.“
InetBib, Tobias Tietze, 13.07.2012

„Allen Protesten und Denkanstößen zum Trotz sitzt der BIB am längeren Hebel. Eine sehr enttäuschende Erfahrung und ein Armutszeugnis für den Verband. […] Daher nochmals die Aufforderung an der Verband doch nochmal seine zahlenden (!) Mitglieder zu dem Thema zu befragen und weiterhin fordere ich, dass der Arbeitsaufwand des BIB offen gelegt wird!“
bibliotheksratte, 17.07.2012

„Ich denke es wäre nett gewesen hätte man vorher auch die Vereinsmitglieder nach ihrer Meinung dazu gefragt, aber wahrscheinlich war die Angst zu groß, dass der Ansturm der Entrüstung gleich losbricht. (So wurden alle vor vollendete Tatsachen gestellt und regen sich jetzt auf…) […] Aber hätte man nicht versuchen können die Last auf mehrere Schultern zu verteilen oder hätte nach Leuten gesucht die diese Arbeit freiwillig übernehmen?! Ehrenamt wird sonst immer groß geschrieben. Warum nicht an dieser Stelle? […] Lieber BIB, frag doch mal deine Mitglieder was sie von der Entscheidung halten!“
(Quelle: Bibliothekarisch.de, 12.07.2012)

Vom Mitgliedsbeitrag profitiert alle (Solidarität)
„Dass wir als Verband Interessenten am Beruf unentgeltlich beraten und entsprechende Informationsmaterialien online oder gedruckt kostenlos zur Verfügung stellen, ist eigentlich nicht der Rede wert. In diesem Zusammenhang aber dennoch: Auch diese Beratungsdienstleistungen einschließlich Erstellung (und gegebenenfalls Druck von Informationsmaterialien) werden von Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen erbracht – und letztlich allein von den BIB-Mitgliedern bezahlt, während der gesamte Bibliotheks- und Informationssektor davon profitiert.“
Erklärung des BIB-Vorstandes zur Auswertung von bibliojobs, 11.07.2012

Die Entscheidung fiel undemokratisch und intransparent
„Der BIB-Vereinsausschuss ist neben der Mitgliederversammlung das Hauptorgan des Berufsverbandes. In ihm sind von den Verbandsmitgliedern direkt gewählte Delegierte der Landesgruppen und Fachkommissionen, des Bundesvorstandes sowie weitere VertreterInnen mit Sonderaufgaben im Verband vertreten. Die Entscheidung vom Herbst 2010, die Auswertung von bibliojobs künftig nicht mehr frei zur Verfügung zu stellen, fiel zwar letztlich einstimmig. Dem gesamten Themenkomplex ging aber eine intensive, mehrstündige Diskussion voraus, der wiederum Debatten in den einzelnen Gremien vorgeschaltet waren.“ […] „Die meisten Mitglieder unterstützen ausdrücklich die Linie des Vereinsausschusses!“ […] „Diese Entwicklung ist keineswegs zwangsläufig und könnte nicht zuletzt durch einen höheren Organisationsgrad der Beschäftigten korrigiert werden.“
Erklärung des BIB-Vorstandes zur Auswertung von bibliojobs, 11.07.2012

„Aus einer aus ehrenamtlichen Engagement entstandenen Hilfestellung für arbeitssuchende KollegInnen ist nun also ein Instrument der Mitgliederwerbung des BIB geworden. […] Hofft man beim BIB wirklich, das man durch exklusive Inhalte Mitglieder einwerben kann? Man wird sehen, ob diese Politik fruchtet. Ich gehe vom Gegenteil aus.“
Infobib, 06.07.2012

„Ich will den BIB-Leuten ja nicht zu nahe treten, aber ich möchte als Mitglied schon selber entscheiden, welche Dienstleistungen von meinem Geld finanziert werden und wem die offen stehen. Und ich möchte an solchen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Und das nicht nur durch eine kleine Randnotiz in der BuB. Außerdem erscheint es mir unsinnig, maßgebliche Entscheidungen des Vereins auf einem Vermutungssammelsurium zu Begründen. […] P.S. Dennoch gibt es eine Sache, die ich positiv hervorheben möchte: Herr Reisser hat auf meine Kritik, die ich ihm heute per Mail schon zukommen ließ, sofort und persönlich reagiert. Das ist bemerkenswert!“
Kritische Bibliothek, Alexandra, 05.07.2012

Als langjähriges BIB-Mitglied hätte ich eine Mitgliederbefragung im Vorfeld begrüßt. Auch im Nachhinein kann man Entscheidungen durch Umfragen revidieren. Das aktuelle BuB-Schwerpunktthema „Was bringen Umfragen in der Praxis“ gibt Auskunft: „Die Rückmeldung von Nutzern einzuholen, kann die Kundenbindung verbessern.“ (BuB 64 (2012), 7-8, S. 505)

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