ZLB: Planungsdialog

Es wurde zu einem Planungsdialog eingeladen. Zur Diskussionen standen unter anderem die ersten Entwürfe des Ideenwettbewerbes zum möglichen Neubau der ZLB Berlin. Acht Entwürfe wurden von der Jury ausgewählt, sie sollen die Basis den weiteren Verlauf bilden. Nachdem Kulturstaatssekretär André Schmitz (Kulturstaatssekretär), Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin) und Volker Heller (Managementdirektor der ZLB) sich über die Notwendigkeit eines Neubaus am Standort Tempelhofer Feld äußerten, blieb genug Zeit für einen Dialog. Und es kamen jenen Fragen, die man auch erwartet hatte, wenn man Besucher dieser Veranstaltung war. So gab es Kritik an der Durchführung des Wettbewerbes, Kritik an der Wahl des Standortes und Kritik an der mangelnden Transparenz von Entscheidungen. Wieviel Bürgerpartizipation braucht die Planung eines Hauses, welches laut Volker Heller mal ein „demokratischer Hotspot“ sein soll? Vor Ort Diskussionen sind notwendig, wenn Dialoge auch nachhaltig sein sollen. Die nächste Gelegenheit bietet sich für Kritiker und Befürworter am 3. Juni 2013 (9:30-12:00 Uhr, Veranstaltungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung-Berlin).

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Veranstaltungshinweis: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals

Shaked Spier publizierte im Bibliotheksdienst (2012, H.3/4) seinen Aufsatz „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern. Über das (fehlende) soziale Engagement der Information Community“. Eine Entgegnung gab es von Susanne Göttker und Martin Iordanidis ebenfalls im Bibliotheksdienst (2012, H.6).

Am 27.11.12 wird am IBI, im Rahmen des Berliner Bibliothekswissenschaftlichen Kolloquiums, über das gesellschaftliche und politische Engagement von Information Professionals diskutiert.

„In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.“

Archivbibliothek Stralsund – Aufruf zur Rettung

Diskussionsgegenstand ist der Verkauf eines Teilbestandes der Archivbibliothek. Eine chronologische Zusammenfassung mit Anmerkungen gibt Archivalia. Seit gestern gibt es eine OpenPetition und auch auf Facebook kann man den Protestverlauf verfolgen.

Nachtrag: 16.11.12
Nun ruft auch der VDB in einem offenen Brief zur Zeichnung der Petition auf.

Wie viel Aktivismus ist in Sicht?

Aktionstag umFAIRteilen – Bibliotheken sind Thema. Da gab es für heute dieses Plakat, welches symbolisch hätte dafür stehen können, was Bibliotheken stets beklagen: Die finanzielle Situation der Institution.
Unter den Unterstützern befand sich kein Bibliotheksverbund, distanzierte man sich?

Doch noch entdeckt:

Aktionstag umFAIRteilen – Bibliotheken sind Thema

Am 29.09.2012 ist bundesweiter Aktionstag: umFAIRteilen – Reichtum besteuern

Hier geht es zum Plakat, auf dem Bibliotheken thematisiert werden.

„Fehlende Kita-Plätze, geschlossene Bibliotheken, mangelhafter Nahverkehr – der öffentlichen Hand fehlt das Geld für wichtige Investitionen. Dem stehen gigantische private Vermögen entgegen. Sie müssen wieder an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden – mit einer einmaligen Vermögensabgabe und einer dauerhaften Vermögensteuer.“

Abschlussbericht zum Bürgerdialog der Bundeskanzlerin – Wo ist die Bibliothek?

„Im Frühjahr 2011 initiierte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen sog. Zukunftsdialog. Ziel des Dialogs mit Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern war es, konkrete Handlungsvorschläge für die Politik auf Bundesebene in politisch relevanten Handlungsfeldern zu erhalten. Leitfragen des Dialogs waren: Wie wollen wir leben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Die Bürger/innen haben sich mit rund 11.600 Beiträgen und rund 74.000 Kommentaren am Dialog beteiligt“ (Quelle: Wegweiser Bürgergesellschaft, 31.08.2012)

Ich habe mal geschaut, wo sich die Bibliothek im Zukunftsdialog wiederfinde:
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Partizipation – Facebook – Bibliothek

Eine Liste mit deutschsprachigen Bibliotheken, die einen Facebook-Auftritt haben, findet man im LIS-Wiki. Ich möchte gern wissen, ob Facebook von Bibliotheken „nur“ zur Informationsvermittlung und für Veranstaltungshinweise genutzt wird oder ob sich Dialoge durch Kommentare bzw. andere Beteiligungsformen auf der Plattform ergeben oder gar bewusst gewollt sind. Zum Beispiel wäre es denkbar, dass sich eine Bibliothek via Facebook aktiv schnell Meinungen einholt.
Gibt es dazu bereits Untersuchungen?

Nachgereicht: Kein Bürgerbegehren in Essen (Mai 2012)

Hier im Blog im Mai nicht thematisiert, aber nun nachgereicht.
Das Beispiel Essen: Der Rat hat beschlossen die Stadtteilbibliotheken zu erhalten, ein Bürgerbegehren wurde nicht initiiert.
Siehe: Bürgerbegehren soll Stadtteil-Bibliotheken in Essen erhalten helfen (WAZ, 12.05.12)
Siehe: Stadtteilbibliotheken in Essen bleiben vorerst unangetastet (WAZ, 24.05.12)

In Leipzig wird protestiert – in der Presse präsent

Die Diskussion um die Öffnungszeiten in Leipzig geht weiter. „Weder Uni noch UBL wollten sich äußern, warum gerade am Leipziger Prestigeobjekt gekürzt werden soll.“ (siehe Bild.de vom 23.08.2012)

„Die 24-Stunden-Bibliothek war ein deutliches Zeichen für den Bildungsstandort Leipzig. Sollte es nun bei den Öffnungszeiten zu Kürzungen kommen, waren die Investitionen der Vergangenheit für die Katz“, sagte Ekardt. Solche Einschnitte würden der Universität langfristig schaden, erklärte der Grünen-Politiker weiter.“ (siehe LVZ online vom 06.08.2012)

Neben den Öffnungszeiten geht es auch um die Finanzierung von Online-Medien.
„Studenten und Wissenschaftler sind empört. Eine Entscheidung von Uni-Kanzler Frank Nolden lässt auf sich warten.“ […] „Derweil machen die Studierenden mobil und organisierten bereits Mahnwachen vor der Campus-Bibliothek.“ (siehe LVZ online vom 03.08.2012). In diesem Beitrag kommt Charlotte Bauer, stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek, zu Wort.

Wird 24/7 in Leipzig zu einer politischen Diskussion?